Ratu Pedanda

Milda Drüke, stellte gestern ihr neues Buch über das Leben des Hohepriesters Ratu Pedanda in der Ortsbücherei Flein vor.
Die Heilbronner Stimme berichtet darüber in einer sehr informativen Rezension.

Die Begegnung mit Harmonie und Weisheit und den Menschen auf Bali lehrt sie Achtsamkeit, Vertrauen und Stille. Anzeigen in Zeitungen
und Magazinen und in buchhändlerischen Streuprospekten Milda Drüke führt den Leser in eine für Menschen westlicher Kulturen fremde
Welt: nach Bali in ein entlegenes Dorf zu Seiner Exzellenz Ratu Pedanda, einem alten Priester.

Als er ihr erlaubt, an seiner Seite zu leben, ihn zu begleiten, die Rituale und Zeremonien, die er vollzieht, zu fotografieren und zu beschreiben, überkommt sie, die ungläubige Europäerin, ein nie gekanntes Glücksgefühl. Wer ist dieser Priester, was verbindet sie mit ihm? Fasziniert von der Anmut und der überwältigenden Schönheit der spirituellen Handlungen, dem berauschenden Licht, der Landschaft und den Menschen in ihren farbenfrohen Kleidern, empfindet sie die liebevolle Aufnahme durch Ratu Pedanda und seine Familie als eine heilsame Kraft.
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Im Laufe der Monate kommt sie ihm immer näher, fühlt eine geheimnisvolle, unerklärliche Botschaft. Es wird ihr klar: Mit ihrem europäischen Denken kann sie diese Kultur und Spiritualität nicht verstehen – sie muss sich ganz intuitiv dem Geschehen öffnen. „Ich lebe von Augenblick zu Augenblick, schreibt sie. „Wieder kommt mir der Gedanke, mein unbeschwertes Verhalten gegenüber Ratu Pedanda entspreche nicht dem, was von einer erwachsenen Frau erwartet wird. Aber wer bestimmt eigentlich, was erwachsen ist?

Milda Drüke, Jahrgang 1949, bei der Vorstellung ihres Buches